Das Ergebnis der „Stunde der Wintervögel“ ist da: Bei der bundesweiten Zählaktion vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) haben deutschlandweit am zweiten Januarwochenende mehr als 145.000 Menschen über 3,27 Millionen Vögel in 102.000 Gärten und Parks gezählt – das drittbeste Beteiligungsergebnis aller 16 Zählungen. Auch in Baden-Württemberg ist die Freude am Vogelzählen ungebrochen: Rund 14.000 Teilnehmende zählten mehr als 100 verschiedene Vogelarten und insgesamt über 308.000 Individuen. „Schnee und Frost haben wohl für das passende Winter-Feeling gesorgt, so dass viele Menschen Lust hatten, sich mit den Wintervögeln im Garten zu befassen. Im Südwesten bekamen sie trotz frostiger Temperaturen erneut weniger Vögel als im Vorjahr zu sehen, was mir Sorgen bereitet“, berichtet NABU-Ornithologe Stefan Bosch.
Auf die vordersten Plätze flogen erneut Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise, Amsel und Feldsperling. Mit im Schnitt nur 32 gesichteten Vögeln je Garten oder Park wurden bundesweit noch nie so wenige Individuen gemeldet wie in diesem Jahr. Bei der ersten Zählung 2011 waren es noch 45,8 Vögel. Baden-Württemberg liegt mit 31,5 Vögeln sogar unter dem aktuellen Bundeswert. „Über die vielen Jahre ,Stunde der Wintervögel‘ lässt sich leider ein stetiger Abwärtstrend beobachten – unsere Städte und Dörfer verlieren Vögel. Offenbar sind immer mehr Gärten unattraktiv für Vögel, aber alle Ursachen für den Schwund sind noch nicht abschließend analysiert“, stellt Bosch fest. Mehr unter www.baden-wuerttemberg.nabu.de