Die Ergebnisse der 22. „Stunde der Gartenvögel“ sind da: In Baden-Württemberg haben 5.300 Vogelfreundinnen und -freunde mehr als 97.000 Vögel in 3.600 Gärten gesichtet und gemeldet. „Im Vergleich zum Vorjahr haben weniger Menschen an der Mitmachaktion teilgenommen“, sagt Dr. Stefan Bosch, Fachbeauftragter des NABU Baden-Württemberg für Vögel. Auch die Zahl der Vogelsichtungen nahm ab: „Im dritten Jahr in Folge wurden mit durchschnittlich nur 26,9 weniger als 30 Vögel je Garten gezählt“, so Bosch.
Unter den Top 10 der meistgezählten Vogelarten in Baden-Württemberg waren Haussperling, Amsel, Kohlmeise, Star, Blaumeise, Elster, Feldsperling, Mauersegler, Rabenkrähe und Mehlschwalbe. Platz eins besetzt unverändert der Haussperling, umgangssprachlich als Spatz bekannt, mit landesweit 4,5 Vögeln pro Garten. Verglichen zum Vorjahr ist das allerdings ein Minus von sieben Prozent. Der Negativtrend schreitet seit Jahren voran und ist auch auf Bundesebene mit minus neun Prozent zu sehen. „Diese typische Stadtvogelart brütet immer weniger in den Ballungsräumen“, so Stefan Bosch.
Aufatmen bei der Zählung der Finken: Die Ergebnisse zeigen aktuell keinen Hinweis auf eine neue Infektionswelle durch Trichomonaden. Die häufigste Finkenart in Siedlungen in Baden-Württemberg ist der Buchfink mit 0,5 Vögeln je Garten, der vor allem im Alb-Donau-Kreis und dem Bodensee zugelegt hat. Bundesweit hat sich die Zahl gemeldeter Grünfinken seit 2023 nahezu halbiert. Ein deutlicher Rückgang ist auch bei den Mauerseglern zu verzeichnen. Trotz perfektem Seglerwetter sind die Zahlen nach einem Plus im Vorjahr wieder zurückgegangen. Hochburgen sind Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe und Pforzheim. „Erfreulich ist hingegen die Zunahme bei seinem Verwandten, dem Alpensegler.