In den letzten Jahren sind die Bestände der heimischen Insekten drastisch zurückgegangen – unter anderem durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden. Durch den großen Verlust gerät das Wunderwerk Natur ins Wanken: Der Großteil der Pflanzen ist auf Insekten als Bestäuber angewiesen, vielen Tieren dienen sie als Nahrung, zum Beispiel den Vögeln. Als Gärtner*innen können wir unseren Teil dafür tun, diese Entwicklung zu stoppen. Nimmt man alle Privatgärten Deutschlands zusammen, ergibt sich eine Fläche, die in etwa halb so groß ist wie alle Schutzgebiete Deutschlands. Das ist enorm und zeigt, wie groß das Potenzial ist, das in unseren Gärten steckt und wie viel wir erreichen können, wenn wir unser eigenes Stück Grün naturnah gestalten. Und das ist auch gar nicht schwer. Den Garten insektenfreundlich zu gestalten, lässt sich oft mit einfachen Maßnahmen in kurzer Zeit umsetzen – die Wahl der richtigen Pflanzen und das Schaffen von Bereichen wie einem Totholzhaufen oder einer wilden Ecke. Und davon profitieren nicht nur die Insekten, auch wir Menschen haben etwas davon. Die kleinen Nützlinge helfen uns bei der Bekämpfung von unerwünschten Gartentierchen und halten unsere Pflanzen im Garten gesund.
Natürlich können auch Balkonbesitzer etwas für Insekten tun. Eine Nisthilfe oder ein Topf mit Insektenpflanzen lässt sich auf kleinstem Raum realisieren.
Viele Tipps & Infos für alle Naturfreunde und die dies es werden wollen unter baden-wuerttemberg.nabu.de/naturgarten