Das richtige Aufhängen von Nistkästen schützt die Vögel vor Gefahren und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Brut.
Hängen Sie die Nisthilfe in 2 bis 3 Metern Höhe auf (bei Hauswänden oder speziellen Arten wie Spatzen auch bis zu 4 Meter oder höher), um sie vor Katzen und Mardern zu schützen. Das Einflugloch sollte nach Osten oder Südosten zeigen. So bekommt der Kasten morgens etwas Sonne, heizt sich im Sommer aber tagsüber nicht zu stark auf. Vermeiden Sie die West- oder Wetterseite, damit kein Regen in das Einflugloch treibt. Hängen Sie den Kasten zudem nicht in der prallen Mittagssonne (Süden) auf. Der Kasten sollte waagerecht oder mit einer leichten Neigung nach vorne hängen, damit kein Wasser hineinläuft.
Verwenden Sie möglichst keine rostenden Nägel direkt im lebenden Holz, sondern spezielle Aluminium- oder Edelstahlnägel oder einen Drahtbügel mit Schlauchummantelung. Der Nistkasten muss fest angebracht sein und darf nicht schaukeln oder sich im Wind drehen.
Zwischen Nistkästen derselben Art sollte ein Mindestabstand von 10 Metern liegen (Ausnahme: Koloniebrüter wie Stare oder Spatzen). Zu unterschiedlichen Arten reichen etwa 3 Meter. Verzichten Sie auf eine Sitzstange vor dem Einflugloch – sie wird von Vögeln nicht benötigt, erleichtert aber Katzen und Mardern den Zugriff.
Hängen Sie die Kästen idealerweise im Herbst oder Winter auf. Dann können Kleinsäuger oder Vögel sie bereits als Winterquartier nutzen. Spätestens bis Ende Februar sollten die Nisthilfen hängen, bevor die Brutsaison beginnt. Reinigen Sie den Nistkasten einmal im Jahr (im Spätsommer nach der Brut oder im Herbst) mit einer Bürste oder einem Spachtel von alten Nestern und Parasiten.