Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk ein ganz besonderes Ereignis würdigen – für viele eine schöne Vorstellung. Für Wildtiere und Umwelt stellen Feuerwerke aber eine unzumutbare Belastung dar. Müssen wir hier unsere Traditionen nicht langsam überdenken? Jeden Winter zum Jahreswechsel spaltet sich das Land in zwei Lager: Die die es kaum erwarten können endlich das Neue Jahr mit einem standesgemäßen Feuerwerk zu begrüßen – und jene, die diesen Tagen nur mit Grauen entgegensehen können. Denn vor allem Haustierbesitzer*innen und Naturfreund*innen wissen nur zu gut, wie sehr ein Feuerwerk die ahnungslosen Tiere in Panik versetzen kann.
Für viele Haustiere und ihre Besitzer*innen sind die Tage um Silvester meist ein regelrechter Spießrutenlauf, denn vielerorts wird auch fleissig vor- und nachher geböllert. So werden die Tiere über einen Zeitraum von mehreren Tagen vor und nach Silvester wiederholt aufgeschreckt. Mit dem traurigen „Höhepunkt“ in der Silvesternacht. Für Haustiere gibt es daher inzwischen häufig schon präventiv Beruhigungsmittel. Was vielen gar nicht bewusst ist: Die Böllerei verursacht auch bei unseren Wildtieren enormen Stress und das in einer besonders sensiblen Zeit. Denn im Winter ist Futter schwerer zu finden und sie müssen mit ihrer Energie haushalten. Die Wildtiere werden aufgeschreckt, können Lärm und Lichtreflexe nicht zuordnen und geraten in absolute Panik.
Daher sollte Feuerwerk nie in der Nähe von Wäldern gezündet werden. Auch in öffentlichen Grünanlagen sammeln sich viele Vögel und andere Tiere zur Nachtruhe, genauso wie in Gärten oder auf Bäumen und im Gebüsch. Auch Seeufer und die offene Feldflur sind keine geeigneten Orte für das Silvester-Feuerwerk.
