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Erfreulicher Steinkauz-Nachwuchs

Nach einigen schlechten Jahren dürfen wir uns in diesem Jahr wieder über Nachwuchs freuen. Von den insgesamt drei Brutröhren, die der NABU in den 1990er Jahren zusammen mit der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Heilbronn (OAG-HN) aufgehängt hatte, war nun eine Röhre mit drei gesunden kleinen Steinkäuzen belegt. Die OAG-HN ist ein regionaler Zusammenschluss von Feldornithologen und Vogelbeobachtern. Sie erforscht ehrenamtlich die heimische Vogelwelt, führt Monitorings durch und beteiligt sich an Naturschutz- und Artenschutzprojekten im Raum Heilbronn. Am Freitag war es schließlich so weit: Die drei Wochen alten Steinkäuze wurden beringt, und wir durften dabei sein. Vielen Dank an Johanna, Birgit und Jochen von der OAG, die uns an diesem bezaubernden Erlebnis teilhaben ließen. Sie sind mehrmals im Jahr ehrenamtlich unterwegs und kontrollieren die Steinkauz-Brutröhren im Landkreis Heilbronn. Die Beringung von Vögeln dient ihrer individuellen Kennzeichnung. Sie funktioniert wie ein Personalausweis für Tiere und ermöglicht es, das Leben, die Routen und die Bestände von Vögeln zu erforschen und zu schützen.
Leider sind die Steinkäuze inzwischen überwiegend auf „künstliche“ Nisthilfen angewiesen. Dank des Einsatzes des OAG konnte das Verschwinden der Steinkäuze in der Region durch die Anbringung von Nisthilfen verhindert werden. Hauptursache für den Rückgang ist der Verlust des Lebensraums: Der Steinkauz benötigt strukturreiche Kulturlandschaften, insbesondere Streuobstwiesen mit alten, höhlenreichen Bäumen. Diese Lebensräume werden jedoch zunehmend durch Bebauung, Flurbereinigung und intensive Landwirtschaft zerstört. – Wohnungsnot: Durch das Fällen alter Obstbäume und Kopfweiden fehlen dem Steinkauz geeignete Bruthöhlen und Tagesverstecke. – Nahrungsmangel: Da der Steinkauz auf offenes Grünland angewiesen ist, um am Boden Insekten, Mäuse und Regenwürmer zu jagen, erschweren Pestizide und der Umbruch von Weiden in Ackerland seine Nahrungsgrundlage. -Verkehr & Feinde: Gefahren durch den Straßenverkehr sowie Fressfeinde wie Marder oder streunende Haustiere dezimieren die Population zusätzlich.